Journey to #holocaust


Die „Reise nach Polen“ stellt für tausende israelische Jugendliche jedes Jahr eine besondere Klassenfahrt dar. Innerhalb von einer Woche besuchen sie vier Konzentrationslager, drei Massengräber und zwei Gettos. Inzwischen dokumentieren viele Schüler und Studenten ihre Erlebnisse und Gedanken auf dieser Reise mit Smartphones und stellen sie auf YouTube. Zu sehen sind weinende Jugendliche, überwältigt von Gaskammern, Massengräbern und Gesprächen mit Zeitzeugen, und Lehrer, die mit aller Kraft und teilweise fraglichen pädagogischen Mitteln versuchen, ihren Schülern nahezubringen, wie wichtig und prägend der Holocaust für sie und ihre Nation ist. Auf der anderen Seite sieht man auch Schüler, die verloren und hilflos wirken, weil sie in dem „Zwang“ auf der Reise etwas fühlen zu müssen, nichts fühlen können.

Aus den unzähligen Videos der „Journey to Poland“, wie die Reise auf den Spuren des Holocaust in Israel genannt wird, haben Sagi Bornstein und Udi Nir einen Dokumentarfilm zusammengestellt. Für die beiden jungen Regisseure, welche selbst als Schüler nach Polen gereist sind, ist es ihr erster gemeinsamer Film.

 

Die DOK Spotters haben sich mit Udi Nir zu einem Gespräch getroffen und ihm Fragen rund um den Film und seine eigene Reise nach Polen gestellt.

Udo Nir

 

Dein DOK Leipzig in drei Worten: Neu, aufregend und überraschend

Wie bist du zum ersten Mal mit Dokumentarfilm in Kontakt gekommen?: Das ist mein erster Dokumentarfilm. Segi, der auch Regisseur und Produzent von #uploading_holocaust ist, hat schon einige Filme davor gemacht, aber es ist der erste für mich und das ist wie ich ihn und diesen Bereich kennengelernt habe.

Zu welchem Thema willst du gerne noch einen Dokumentarfilm drehen?: Es gibt viele Themen über die ich gern einen Dokumentarfilm machen würde und ich frag mich, welchen ich erwähnen soll. Ich denke ein Thema, das mich sehr interessiert, ist ein Dokumentarfilm über bestimmte Drogen.

 

 

Aus dem Film von Udi Nir und Sagi Bornstein ist außerdem ein multimediales Webprojekt entstanden. Florian von den DOK Spotters hat sich die Webseite zum Projekt mal genauer angeschaut und ein Video zu seinem Selbsttest gedreht.

 


An diesem Beitrag arbeiteten: Paulin, Johannes, Simon, Jacob, Kai und Florian

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