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Die Lücke zwischen Medien und Menschen

Mala Reinhardt gibt in ihrem Film „Der zweite Anschlag“ Betroffenen und Hinterbliebenen von rassistischen Anschlägen Raum, ihre Geschichten zu erzählen. Die DOK Spotters haben mit Mala Reinhardt und Patrick Lohse (Kamera), über ihren Film, gesprochen.

Welche Eigenschaften machen Sie besonders?
Mala über Patrick: Patrick ist besonders, weil er so einen Blick für das Detail hat und sehr gründlich ist in dem, was er tut. Er hat sich viel damit beschäftigt, wie der Film aussehen kann, was wir zeigen sollten und was dazu passt. Und dann setzt er diese ganzen kleinen Stücke wieder in einen größeren Zusammenhang, sonst hätten wir uns in Details verloren.
Patrick über Mala: Was Mala besonders als Filmemacherin macht, ist ihre Art, schon vorher eine ganz andere Perspektive zu sehen, bevor es überhaupt thematisiert wurde. So ein Perspektivenwechsel, wie auch der Film vornimmt, ist eine Eigenschaft, die sie auf jeden Fall auszeichnet und unterscheidet.
Patrick übers Team: Als Filmteam bestehen wir aus viel mehr Personen als nur uns beiden. Besonders war, dass wir so viel Zeit mitgebracht haben, so dass wir uns wirklich lange zuhören und genauer werden konnten als zum Beispiel die Presse. Das war sehr wichtig.

Was war das Schönste an Ihrer Zusammenarbeit?
Mala: Wir waren ein riesiges Team und haben über 2 Jahre an dem Film gearbeitet. Die Konstellation hat sich dabei dauernd verändert. Manche waren nur anfangs dabei, andere sind später dazugestoßen und wir sind ohne Finanzierung gestartet. Trotzdem haben wir uns als Gruppe von Menschen für den Film eingesetzt und neben Studium oder Beruf voller Energie daran gearbeitet. Wenn man mal nicht mehr geglaubt hat, dass man das wirklich alles schafft, war immer jemand da, der einen wieder motiviert hat.

Gab es in Ihrer Kindheit oder Ihrer Jugend einen Film, der für Sie sehr bedeutend war?
Patrick: Ich war früher eigentlich eher der Büchertyp. Ich habe immer gelesen. Vor allem habe ich mich für die Geschichten interessiert, die nicht zu weit von der Realität entfernt waren. Also nichts mit Drachen und Monstern, sondern eher mit Büchern, die Reportagen ähnlich waren.
Mala: Also ich muss sagen, ich bin mit Disney groß geworden. Also alle Filme! Die Lieder hab ich auf Englisch gehört. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass sie meine filmische Arbeit beeinflusst haben oder meine Persönlichkeitsbildung.

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