Wie war die Aardman Night?


„Look under your seat please, mabye you will find something“ – so begann die Aardman Night am Freitag, den 4. November 2016. Nach diesem Einstieg schauten alle 330 Besucher im Ballsaal der ausverkauften Schaubühne im Lindenfels hektisch unter ihre Stühle. Schnell fanden zwei glückliche Besucher unter ihrem Sitz Tickets für das Frankfurter Filmmuseum, wo auch Shaun das Schaf und Wallace und Gromit ausgestellt sind.

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Nun kam David Sproxton, einer der Mitgründer von Aardman Animations auf die Bühne und die Show ging los. Der 62-jährige Brite zeigte alte und neue Bilder von der Aardman Crew, die hinter den Kinofilmen und Serien wie Chicken Run und Co. stehen. Mit selbstironischem Unterton gab er Einblicke in die Geschichte der Knetfigurenfabrik. Er erzählte zum Beispiel davon, wie er als Jugendlicher seine erste Kamera bekam und damit gleich zusammen mit Peter Lord, seinem heutigen Partner bei Aardman ein Stop-Motion-Video produzierte, das er auch im Lindenfels zeigte. Ohne Scheu gab er Einblick in andere Projekte aus den Anfangsjahren und erklärte auch, woher der Firmenname stammt: Die Animation Studios wurden nach dem schlaksigen Superhelden Aardman benannt, der sich noch in 2-D durch eine gezeichnete Welt bewegte.

Aber auch den ersten langlebigen Knetcharakter Morph hatte Sproxton als Knetfigur dabei; er stand gleich neben Timmy dem Schaf, Wallace und Gromit, dem Piratenkäptin und Rocky dem Hahn auf der Bühne. Sproxton, der sich bei Aardman lange Zeit um Licht und Kamera gekümmert hat, erzählte viel über die Hintergründe der Produktionen und seine zwiespältigen Erfahrungen mit dem amerikanischen Markt. Der amerikanische Humor sei einfach ein Stück weit anders als der europäische, so Sproxton. Nicht nur deshalb sieht er Aardman Animations trotz Brexit als europäisch an.

Er gab auch ein näheren Einblick in seine Familie und ließ dabei erkennen, dass sein Vater, der bei der BBC arbeitete und seine Mutter, die Künstlerin war, eine große Rolle bei seiner Berufswahl spielten. Seine Kollegen Nick Park und Peter Lord lobte er in hohen Töne. Der Erfolg von Aardman sei vor allem auf ihren Ideenreichtum zurück zu führen. Als Verrückter könnte bei Aardman gut Geld verdienen, meinte Sproxton abschließend.

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