Am Mittwochvormittag fand im CineStar eine ganz besondere Filmvorstellung statt: bei der Veranstaltung von DOK Bildung füllten Schulklassen den Saal, deutlich jünger, als man es sonst von DOK Leipzig kennt. Gezeigt wurde „Moving Sisters“ von Christos Stefanou, der Film feierte an diesem Tag seine internationale Premiere.
Der Dokumentarfilm begleitet die Schwestern Hanieh, Shazieh und Nazieh über sieben Jahre hinweg. Als Kinder flohen sie mit ihren Eltern aus Afghanistan und mussten auf dem Weg nach Deutschland drei Jahre in einem Flüchtlingscamp in Athen ausharren. Dort lernte der Regisseur die drei kennen. Weil der Aufenthaltsstatus der Familie lange ungeklärt war, blieb sie zunächst getrennt, und das Leben der Schwestern spielte sich zwischen Deutschland und Griechenland ab. Vor fünf Jahren kamen sie schließlich in Deutschland an, heute leben sie in Leipzig.
Stefanou arbeitete eng mit den Schwestern zusammen. So gelingt es ihm, eine zutiefst belastende Erfahrung aus Kinderaugen zu zeigen, und genau das macht den Film so berührend. Er gibt Einblick in ein Erwachsenwerden auf der Flucht und lenkt den Blick auf Fluchterfahrungen, die für einen Teil unserer Gesellschaft Realität sind.
Im Saal saßen neben den drei Schwestern, ihren Eltern und dem Regisseur auch aktuelle und ehemalige Klassenkamerad*innen der Mädchen, was die drei sichtlich freute.
Nach dem Film und einem spannenden Q&A konnten wir mit Christos Stefanou sowie mit Hanieh und Shazieh sprechen. Wir wollten wissen, wie die Zusammenarbeit lief, welche Szene ihre liebste ist, wie es sich anfühlte, ständig von der Kamera begleitet zu werden, und wie sie heute auf die Zeit in Griechenland zurückblicken.
Interview mit Regisseur Christos Stefanou:
Interview mit den „Moving Sisters“, Hanieh und Shazieh:
